Für Menschen, die geliefert haben

Du hast erreicht, was du dir vorgenommen hast. Und trotzdem stimmt etwas nicht.

Ich glaube, das heißt selten, dass etwas kaputt ist. Meistens heißt es einfach, dass etwas nicht mehr passt. Drei Monate, einmal die Woche, bis du weißt, woran du wirklich bist.

15 Minuten sprechen

Vielleicht kommt dir das bekannt vor

  • Von außen sieht dein Leben nach einem Ergebnis aus, und innen fühlt es sich an wie eine Liste, die einfach nie leer wird.
  • Du hast irgendwann gelernt, dass Leistung der sicherste Weg ist, dazuzugehören, und das hat funktioniert. Es funktioniert bis heute, und ich glaube, genau da liegt das Problem.
  • Beruflich bist du weit gekommen, und bei allem anderen stehst du ungefähr da, wo du vor zehn Jahren auch schon standst.
  • Und du kannst das niemandem erzählen, ohne dass es undankbar klingt, also erzählst du es einfach nicht.
  • Du weißt eigentlich seit einer Weile, dass es so nicht weitergeht, und machst trotzdem weiter.

Wenn dabei mehrfach was hochkommt, bist du gemeint. Wenn nicht, dann bist du hier glaube ich falsch, und das ist völlig okay.

Bei dir selbst kannst du nicht, was du bei anderen im Schlaf kannst

Du guckst dir fremde Zahlen an und siehst in zwanzig Minuten, wo es klemmt. Du baust anderen Leuten Pläne, die tatsächlich funktionieren, und bei fremden Entscheidungen spürst du meistens sofort, welche die richtige ist. Und du liegst damit richtig.

Bei dir selbst funktioniert davon gar nichts, und das hat nichts damit zu tun, dass du es verlernt hättest. An den eigenen blinden Fleck kommt man einfach nicht ran, egal wie klug man ist.

Dazu kommt etwas, das ich lange selbst unterschätzt habe: dein Kopf arbeitet aktiv daran, dass du bestimmte Sachen nicht anguckst. Er hält dich von den Fragen fern, deren Antworten wehtun würden. Das ist keine Faulheit und auch kein Charakterfehler, das ist Schutz, und er funktioniert ehrlicherweise ziemlich gut.

Das Blöde ist nur, dass genau diese Fragen die wären, die dich weiterbringen. Der Schmerz, den dein Kopf vermeidet, ist quasi der Preis für das Wachstum, das du eigentlich willst. Und solange du da allein draufguckst, gewinnt der Schutz. Jedes Mal.

Und warum es dir keiner sagt

Je weiter du gekommen bist, desto weniger Leute können dir noch die Wahrheit sagen

Um dich herum hängen Menschen an deiner Stabilität. Mitarbeitende, deren Gehalt an deiner Firma hängt, ein Partner, für den dein Zustand der Rahmen ist, in dem er lebt, Familie, für die du irgendwann der ruhige Pol geworden bist, und Freunde, die dich seit fünfzehn Jahren als den kennen, der es geschafft hat.

Die haben alle ein Interesse daran, dass alles so bleibt, wie es ist. Ich glaube nicht aus Berechnung, sondern einfach, weil sie dich mögen.

Das Ergebnis ist trotzdem, dass dir seit Jahren keiner mehr was gesagt hat, das wehtut. Du kriegst Zuspruch und Verständnis und gute Ratschläge, und was du nicht kriegst, ist jemand, der ohne Rücksicht auf die Folgen sagt, was er sieht.

Ich hab kein Interesse daran, dass du bleibst, wie du bist, und ehrlicherweise auch keins daran, dass du dich veränderst. Ich sitze an keinem deiner Tische, mir passiert nichts, wenn du dein Leben umbaust, und deswegen kann ich dir sagen, was ich sehe. Und deswegen halte ich auch aus, was danach kommt.

Die meisten buchen mich nicht, und dafür gibt es ziemlich gute Gründe

Ich schreib das hier hin, weil es dir und mir Zeit spart. Wenn du dich in einem der Punkte wiederfindest und dabei so ein zustimmendes Gefühl hast, dann ist das hier eher nichts für dich.

  1. Weil es dann um echte Veränderung geht

    Also nicht um ein Gespräch, nach dem man sich besser fühlt, sondern darum, dass danach Sachen anders sind. Menschen, Verträge, Tagesabläufe, manchmal ganze Lebensbereiche. Und das wollen die wenigsten wirklich, auch wenn sie es sagen.

  2. Weil sie lieber den Arzt, den Apotheker und den Anwalt fragen

    Um auf Nummer sicher zu gehen. Es fühlt sich total nach Verantwortung an, jemanden zu fragen, der zuständig ist, und gefühlt gibt man sie damit eigentlich ab. Für dein Leben ist aber niemand zuständig außer dir.

  3. Weil sie so tun, als würden sie Verantwortung übernehmen

    Und dann kommt an den drei Stellen, an denen es wirklich zählt, raus, dass sie es nicht tun. Genau da entsteht die Klarheit, und deswegen ist das auch der Punkt, an dem die meisten aussteigen.

  4. Weil die meisten gerettet werden wollen

    Sie suchen jemanden, der ihnen sagt, wie es weitergeht, und der sie motiviert. Das fühlt sich richtig gut an und verändert trotzdem nichts. Und weil es sich so gut anfühlt, halten viele das für die Lösung und suchen dann jahrelang den nächsten davon.

  5. Weil sie eine schnelle Lösung wollen

    Sie wollen es in einem Gespräch sehen, und sehen kann man es da tatsächlich auch. Es ist nur komplexer als das. Wir gucken uns jeden Bereich deines Lebens an, um rauszufinden, wo der Hebel wirklich sitzt, statt an der Stelle zu reden, die am wenigsten kostet.

Wenn dich das gerade ärgert und du gleichzeitig merkst, dass irgendwas dran ist, dann ist das eigentlich genau das Zeichen, auf das ich achte.

Und ehrlicherweise: reden allein löst gar nichts. Wer danach nichts tut, läuft einfach weiter im Kreis, egal wen er sich holt. Mich eingeschlossen.

Was ich kann, und woher ich es habe

Ich lese Menschen und Situationen schnell. Ich höre in einem Gespräch, wo jemand ausweicht, welcher Satz nicht stimmt und an welcher Stelle die eigentliche Entscheidung liegt, meistens bevor mein Gegenüber das selber merkt. Das ist die Fähigkeit, für die man mich holt.

Gelernt hab ich sie unter Bedingungen, in denen sie notwendig war. Ich bin in einer Hochkontrollgruppe aufgewachsen, sehr reguliert, sehr kontrolliert, quasi eine Parallelwelt zu dem, was für die meisten normal ist. Wer da aufwächst, liest jeden Raum, bevor er ihn betritt. Ich war darin sehr gut, und ich bin es geblieben.

In meinen späten Zwanzigern bin ich ausgestiegen. Ich hab dabei mein komplettes Umfeld verloren und von null angefangen, eine Identität aufzubauen, die es vorher gar nicht geben durfte. Und ich hab in der Zeit gelernt, mich selber zu halten, statt darauf zu warten, dass mich jemand rausholt. Ich weiß deswegen ziemlich genau, was es kostet, ein Leben umzubauen, während es weiterläuft. Und ich weiß, dass es geht.

Parallel hab ich seit 2018 im Recruiting und in der Neukundenakquise gearbeitet, ein Unternehmen gegründet und gewinnbringend verkauft. Ich kenne also beide Seiten, die Zahlen, die stimmen müssen, und das, was innen läuft, während sie stimmen. Du musst mir da weder das eine noch das andere erklären.

Ich bin direkt, oft unbequem, und ich frage weiter, wenn es unangenehm wird. Ich halte auch aus, was dann hochkommt, und ich halte es länger aus als die meisten in deinem Umfeld. Nicht weil ich härter wäre, sondern einfach, weil ich nichts zu verlieren habe, wenn du dein Leben umbaust.

Drei Monate Klarheit

Wir sprechen einmal die Woche, eine Stunde, per Video, drei Monate lang. Und zwischendurch kannst du mir schreiben, wenn was aufgeht.

  • Klarheit darüber, was tatsächlich ist

    Also nicht, was sein sollte oder was sich gut erzählen lässt. Die ersten Wochen gehen dafür drauf, und das ist Absicht. Ich glaube, die meisten arbeiten jahrelang an der falschen Frage, einfach weil die richtige nie ausgesprochen wurde.

  • Verständnis für dich selbst

    Warum du auf bestimmte Sachen so reagierst, wie du reagierst, und warum manches leicht geht und anderes seit zwanzig Jahren nicht. Und zwar nicht als Theorie, sondern an deinen eigenen Beispielen, bis du es selber kommen siehst.

  • Pläne, die zu deinem Leben passen

    Konkret, in Schritten, und an den Stellen angesetzt, wo sie wirklich was bewegen. Keine 08/15-Programme aus dem Regal. Du hast genug Pläne gesehen, um zu merken, ob einer trägt.

  • Ein Raum, in dem Ehrlichkeit nichts kostet

    Du kannst hier alles sagen, ohne dass jemand seine Meinung über dich ändert, ohne dass es in deiner Firma ankommt und ohne dass zu Hause danach irgendwas anders ist. Das ist glaube ich der eigentliche Wert, weil du diesen Raum sonst nirgends hast.

Was das nicht ist

Das ist ein Erfahrungsbericht und ersetzt keine Therapie und keine ärztliche Behandlung.

Ich bin keine Therapeutin und keine Ärztin. Ich stelle nichts fest, ich behandle nichts und ich verspreche dir kein Ergebnis. Was wir machen, ist Klarheits- und Strategiearbeit, also hingucken, sortieren, entscheiden und dann tatsächlich was tun.

Wenn im Gespräch rauskommt, dass du was Fachliches brauchst, sag ich dir das. Lieber im ersten Gespräch als im achten.

Drei Sätze, die ich fast immer höre

Ich müsste das eigentlich allein hinkriegen.
Den Satz höre ich am häufigsten, und fast immer von den Erfolgreichsten. Alles andere hast du dir ja auch selbst beigebracht, also müsste das doch genauso gehen. Es geht aber nicht, und zwar aus demselben Grund, aus dem du deine eigene Handschrift nicht objektiv lesen kannst. Du bist halt drin.
Ich hatte schon jemanden dafür. Das war Geschwätz.
Wahrscheinlich stimmt das sogar. Meistens liegt es daran, dass dir jemand Werkzeuge verkauft hat, bevor überhaupt klar war, woran es hängt, so 08/15-Persönlichkeitsentwicklung eben. Ich fange deswegen nicht mit Lösungen an. Und wenn nach drei Monaten trotzdem nichts anders ist, liegt das meistens daran, dass nichts getan wurde. Das sag ich dir dann auch.
Was, wenn jemand davon erfährt?
Was wir besprechen, bleibt zwischen uns. Ich veröffentliche keine Geschichten von Menschen, mit denen ich arbeite, auch nicht anonymisiert und auch nicht als Beispiel. Ich nenne keine Namen und ich bestätige auch nicht, dass wir zusammenarbeiten.

Fünfzehn Minuten, unverbindlich

Wir sprechen kurz darüber, was bei dir gerade los ist, und ob ich dafür überhaupt die richtige bin. Fünfzehn Minuten reichen dafür meistens. Was es kostet, sag ich dir in dem Gespräch.

Das ist kein verkapptes Verkaufsgespräch. Wenn ich denke, dass es nicht passt, sag ich dir das und dann sind wir fertig. Und wenn du es denkst, sagst du es mir, und das ist genauso in Ordnung.

Fünfzehn Minuten buchen

Du siehst direkt, wann ich Zeit habe, und suchst dir einen Termin aus. Kostenlos und unverbindlich.

Lieber erst schreiben

Wenn dir ein Termin gerade zu früh ist, schreib mir kurz. Ich antworte dir und dann finden wir einen Zeitpunkt.